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Chronologie
1858 - 2008
Die Geschichte von Lourdes wird täglich weiter geschrieben. Sie ist keine Legende der vergangenen Zeit. 150 Jahre nach den Erscheinungen ist es notwendig
- für alle empfangenen Gnaden zu danken
- sich unserer Aufgabe zu Beginn des 3. Millenniums bewusst zu werden
- noch mehr die Tore der Wallfahrtsstätte zu öffnen
Deshalb wird sich das Jubiläum auf ein ganzes Jahr ausdehnen. Es hat am 8. Dezember 2007 begonnen am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau Maria mit dem internationalen Treffen der Helferinnen und Helfern der Hospitalité und dauert bis zum 8. Dezember 2008.
11.02.1858: Die Begegnung
In Begleitung ihrer Schwester und einer Freundin begibt sich Bernadette nach Massabielle am Ufer des Flusses Gave, um Brennholz zu sammeln. Als sie ihre Strümpfe auszieht, um einen Bach zu durchqueren, hört sie ein Geräusch, das dem Wehen des Windes gleicht, und hebt den Kopf in Richtung der Grotte: „Ich sah eine weiß gekleidete Dame: sie trug ein weißes Kleid und einen weißen Schleier, einen blauen Gürtel und auf jedem Fuß eine gelbe Rose.“ Sie macht das Kreuzzeichen und betet den Rosenkranz mit der Dame. Nachdem das Gebet beendet ist, entschwindet die Dame unvermittelt.
14.02.1858: Das Weihwasser
Bernadette fühlt einen starken inneren Ruf, trotz des Verbotes ihrer Eltern wieder zur Grotte zu gehen. Sie bittet so nachdrücklich um die Erlaubnis, dass ihre Mutter einwilligt.
Nachdem sie mit dem Rosenkranzgebet begonnen hat, erscheint ihr die Dame. Bernadette besprengt sie mit Weihwasser. Die Dame lächelt und neigt den Kopf. Nach Beendigung des Rosenkranzgebetes entschwindet sie.
18.02.1858: Die Dame spricht
Zum ersten Mal spricht die Dame. Bernadette hält ihr eine kleine Tafel hin und bittet sie, ihren Namen aufzuschreiben. Die Dame sagt zu ihr: „Das ist nicht nötig“, und fügt hinzu: „Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, wohl aber in der anderen. Würden Sie die Güte haben, 14 Tage lang hierher zu kommen?“
19.02.1858: Eine kurze Erscheinung im Schweigen
Bernadette kommt mit einer geweihten Kerze zur Grotte und zündet sie dort an. Aus dieser Geste ist die Gewohnheit entstanden, Kerzen mitzubringen und sie vor der Grotte anzuzünden.
20.02.1858: In der Stille
Die Dame hat Bernadette ein persönliches Gebet beigebracht. Am Ende der Erscheinung wird Bernadette von einer großen Traurigkeit erfüllt.
21.02.1858: <<Aquero>>
Die Dame erscheint Bernadette früh am Morgen. Bernadette wird von etwa 100 Menschen begleitet. Danach wird sie vom Polizeikommissar Jacomet verhört. Er will von ihr wissen, was sie gesehen hat. Doch Bernadette spricht nur von „Aquero“ (= „jene“ oder „diese“, denn die Dame hat bei den Erscheinungen noch nicht ihren Namen genannt).
23.02.1858: Das Geheimnis
Bernadette geht in Begleitung von 150 Personen zur Grotte. Die Erscheinung offenbart ihr ein Geheimnis, das „allein ihr gilt“.
24.02.1858: Buße
Die Botschaft der Dame lautet: „Buße! Buße! Buße! Beten Sie zu Gott für die Sünder! Küssen Sie die Erde zur Buße für die Sünder!“
25.02.1858: Die Quelle
300 Menschen sind zugegen. Bernadette erzählt: “Sie sagte mir, ich solle zur Quelle gehen und daraus trinken. (…) Ich fand nur ein wenig schlammiges Wasser. Erst beim vierten Versuch konnte ich davon trinken. Sie forderte mich auch auf, ein Kraut zu essen, das in der Nähe der Quelle wuchs. Dann entschwand die Erscheinung, und ich ging weg.“ Auf die Frage: „Weißt du, dass man dich für verrückt hält, wenn du so etwas machst?“ antwortete sie nur: „Das ist für die Sünder“.
28.02.1858: Buße
Über 1.000 Menschen wohnen der Erscheinung bei. Bernadette betet, küsst den Boden und bewegt sich zum Zeichen der Buße auf ihren Knien vorwärts. Sie wird anschließend vor den Richter Ribes gebracht, der ihr droht, sie ins Gefängnis zu stecken.
01.03.1858: Erstes Wunder
Über 1.500 Menschen sind versammelt, und zum ersten Mal ist auch ein Priester unter ihnen. In der Nacht geht Catherine Latapie zur Grotte und taucht ihren gelähmten Arm in das Wasser der Quelle: ihr Arm ist sofort wieder beweglich.
02.03.1858: Botschaft an die Priester
Es sind noch mehr Menschen anwesend. Die Dame bittet Bernadette: „Sagen Sie zu den Priestern, dass man in Prozessionen hierher kommen und eine Kapelle bauen soll.“ Bernadette spricht mit Pfarrer Peyramale, dem Pfarrer von Lourdes. Er will jedoch zuerst den Namen der Dame wissen. Zudem verlangt er einen Beweis: er will den wilden Rosenstrauch an der Grotte mitten im Winter blühen sehen.
03.03.1858: Ein Lächeln
Bernadette geht schon um 7 Uhr in der Frühe zur Grotte. 3.000 Menschen sind da. Aber die Dame erscheint nicht! Nach der Schule hört Bernadette den inneren Ruf der Dame. Sie geht zur Grotte, und als die Dame erscheint, fragt Bernadette sie von neuem nach ihrem Namen. Die Antwort besteht aus einem Lächeln. Pfarrer Peyramale wiederholt: „Wenn die Dame wirklich eine Kapelle haben will, so soll sie ihren Namen sagen und den Rosenstrauch der Grotte zum Blühen bringen.“
04.03.1858: Der heiß ersehnte Tag
Die immer zahlreicheren Menschen (etwa 8.000) erwarten ein Wunder zum Ende dieser 14 Tage. Die Erscheinung schweigt. Pfarrer Peyramale besteht auf seinem Standpunkt. 20 Tage lang geht Bernadette nicht mehr zur Grotte, weil sie keinen unwiderstehlichen Drang mehr verspürte.
25.03.1858: Der Name
Die Erscheinung offenbart endlich ihren Namen, aber der wilde Rosenstrauch, auf den sie bei ihren Erscheinungen die Füße setzt, blüht nicht. Bernadette erzählt: „Sie hob die Augen zum Himmel, faltete zum Zeichen des Gebetes ihre Hände, die sie ausgestreckt zur Erde gehalten hatte, und sagte zu mir im Dialekt dieser Gegend: „Que soy era Immaculada Councepciou!“ (Ich bin die Unbefleckte Empfängnis). Die junge Seherin eilt zum Pfarrer und wiederholt unterwegs unablässig die Worte Mariens. Der Pfarrer wird nachdenklich. Bernadette konnte diesen theologischen Ausdruck, der die Bewahrung Mariens vor jeglichem Schaden der Erbsünde bezeichnet, nicht verstehen. 1854, vier Jahre zuvor, hatte Papst Pius IX dies als eine katholische Glaubenswahrheit (Dogma) erklärt.
07.04.1858: Das Kerzenwunder
Während dieser Erscheinung hält Bernadette ihre brennende Kerze in der Hand. Die Flamme züngelt lange um ihre andere Hand, ohne sie zu verbrennen. Diese Tatsache wird von dem neben Bernadette stehenden Arzt Dr. Douzous bestätigt.
16.07.1858: Letzte Erscheinung
Bernadette fühlt den geheimnisvollen Ruf, zur Grotte zu gehen. Aber der Zugang zur Grotte ist verboten und mit einem Zaun abgesperrt. Also begibt sie sich an das andere Ufer des Flusses Gave und schaut von dort auf die Grotte. „Mir schien, ich sei an der Grotte ohne größere Entfernung als früher. Ich sah nur Maria. Nie sah ich sie so schön!“