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Hospitalité NDL in Lourdes

Die Gemeinschaft der HNDL ist international - Was erwartet die ehrenamtlichen Helfer der Hospitalité Notre Dame in Lourdes (HNDL)


Wer in Lourdes mithilft, stellt sich in den Dienst der Hospitalité Notre Dame de Lourdes, der HNDL.

 

Das bedeutet, dass wir bereit sind, ehrenamtliche Helfer/innen zu werden, mit der Aufgabe, in Lourdes die Pilger und Kranken zu empfangen und für Ordnung zu sorgen, damit sie ihre Wallfahrt erleben können.

Die Helfer/innen der Hospitalité werden nicht in der Pflege der Pilger und Kranken eingesetzt. Dazu bringen alle Pilgergruppen ihre nötigen Hilfskräfte selbst mit.

 

Die Struktur der Hospitalité NDL, so wie sie heute besteht, ist historisch gewachsen. Ursprünglich gab es nur zwei Dienstbereiche: die Herren begleiteten die Pilger und trugen die gehbehinderten Kranken an die Grotte. Die Damen waren den Pilgern an der Quelle behilflich, wenn diese sich dort waschen wollten, wie die Dame darum gebeten hatte.

Mit der Zeit entstanden zwei Pilgerherbergen, von Ordensschwestern geführt. Dort konnten die Pilger unterkommen und übernachten. Erst allmählich halfen auch hier Damen ehrenamtlich aus - heute gehören auch diese beiden Herbergen zur Hospitalité Notre Dame de Lourdes. Bis heute können die Damen in diesen drei Bereichen Dienst tun: in den beiden Herbergen oder im Bad.

Wenn auch diese Dienstbereiche sich inzwischen unter einem Dach zusammengeschlossen haben, werden sie alle von eigenen Dienstbereichsleitern und Vorständen (Conseils) organisiert. Alle sechs Dienstbereiche sind für Frauen wie Männer zugänglich. Die Einteilung erfolgt ausschließlich nach Bedarf vor Ort durch die Hospitalité NDL in Lourdes.

 

 

2010 feierte die HNDL ihr 125jähriges Jubiläum.

Sie zählt heute mehr als 20.000 Mitglieder aus der ganzen Welt, die zum guten Ablauf der Wallfahrten ihre Zeit und ihren selbstlosen Einsatz schenken.

Vor über 125 Jahren...


1885 gegründet, feierte die Hospitalité Notre Dame de Lourdes 2010 ihr 125 jähriges Bestehen.

 

Die Hospitaliers der französischen Nationalwallfahrt der Assumptionisten haben sich auch in Lourdes selbst anfangs um die Pilger gekümmert. Père Sempé, der vom Bischof bestellte, verantwortliche Missionar der Grotte, ein Pater der Unbefleckten Empfängnis aus dem naheliegenden Garaison traf die Entscheidung, eine Trennung vorzunehmen zwischen der Gruppe der Assumptionisten, die mit den Kranken nach Lourdes kamen und der Gruppe vor Ort, die die Kranken in Lourdes empfingen.

Letztere sollten den Missionaren von Garaison unterstellt sein, die vom Bischof bald nach der Anerkennung der Erscheinungen die spirituelle Aufsicht über die Grotte erteilt bekommen hatten.

Der Bischof von Tarbes war so angetan von den vielen Ehrenamtlichen, die sich vor Ort für die Kranken bereit stellten, dass er die Bruderschaft der Hospitalité Notre Dame de Lourdes nach kanonischem Recht gründete.

Diese wurde von Papst am 25. Februar 1885 genehmigt.

 

 

Glück- und Segenswünsche zum Engagement - der Aufnahme in die Bruderschaft der HNDL - werden nach der Messe ausgetauscht.

Die Anfänge der Hospitalité Notre Dame de Lourdes


Bis heute: Ein Erkennungszeichen der Dienenden


Die Mitglieder dieser neue Hospitalité nahmen sich vor, alle Kranken, die als Pilger nach Lourdes kamen, aus Frankreich oder dem Ausland aufzunehmen und ihnen zu dienen.

Erst mit der Zeit bildeten sich unter den Krankenwallfahrten eigene Hospitalités. Zu Anfang vertrauten die Pilger ihre Kranken den Hospitaliers der Hospitalité Notre Dame de Lourdes in Lourdes an und wer konnte, half selbst mit.

 

1886 gab sich die Bruderschaft eine Satzung und richtete sich ein Zimmerchen in den Arkaden der Rosenkranzbasilika ein, wo immer jemand Bereitschaftsdienst hielt.

 

Alle Hospitaliers bekamen am Ende ihres Dienstes eine Medaille Unserer Lieben Frau von Lourdes an einem blauen Band mit weißem Streifen auf dem die Initialen HNDL eingestickt waren. Père Sempé, der erste Missionar sah vor, dass diese Medaille sichtbar von den Hospitaliers getragen werde, während des Dienstes in der Kapelle, der Krypta, im Bad oder an der Grotte.... als Zeichen ihres Einsatzes.

Das aufgenähte kleine goldene Kreuz des Heiligen Petrus erschien wenig später. Ein erster Hinweis bleibt uns aus dem Jahr 1889.

Was sollte dieses zusätzliche Emblem bedeuten?

Mit der Medaille von unserer Lieben Frau von Lourdes bezeugen deren Träger, dass sie sich in den Dienst der Kranken in Lourdes stellen. Das Kreuz des Heiligen Petrus ist ein Zeichen ihrer Treue zum Heiligen Vater, Nachfolger des Heiligen Petrus, und damit ein Zeichen ihrer Treue zur römisch-katholischen Kirche.

 

Noch heute tragen die Hospitaliers diese Medaille, wenn sie im Dienst sind.

Damit wird sichtbar, dass sie Mitglieder der Bruderschaft der Hospitalité Notre Dame de Lourdes (HNDL) sind.

Man muss 5 Jahre in der HNDL im Dienst der Kranken stehen, bevor man sie von den Verantwortlichen der Hospitalité Notre Dame de Lourdes überreicht bekommt.

Die Überreichung der Medaille findet im Rahmen der Heiligen Messe der Hospitalité jeden Mittwoch abend statt.

 

Die Überreichung der Medaille setzt ein Versprechen voraus, mit dem man sich im Dienst der Kranken engagiert: in Lourdes aber auch im Alltag zu Hause.

Die Helfer versprechen ihr Engagement, die Botschaft von Lourdes zu verbreiten und zu leben.

Wer folgende Vorrausetzungen erfüllt, kann Mitglied werden:

  • mindestens 18 Jahre alt
  • höchstens 75 Jahre alt
  • getauft
  • mindestens fünf Jahre und insgesamt 24 Tage Dienst in Lourdes absolviert
  • an allen Einheiten der Formation teilgenommen
  • abschließendes Gespräch mit dem Seelsorger der Hospitalité NDL und Empfehlung durch einen der Verantwortlichen des Dienstbereiches

Die Mitglieder verpflichten sich, mindestens eine Woche pro Jahr ihre Zeit und Kraft für den Dienst an den Pilgern und Kranken in Lourdes zur Verfügung zu stellen so weit ihre finanzielle, gesundheitliche und familiäre Situation das zulässt.