Besuch des Reliquienschreins der Heiligen Bernadette in Deutschland - DANK

Reliquienschrein in Deutschland

Der Reliquienschrein der Heiligen Bernadette kommt nach Deutschland

Die Deutsche Hospitalité feiert am Fest der Geburt Marien, am 8. September in Münster ihren 25 Gründungstag. Dies war einer der Anlässe für die Pilgerfahrt des Reliquienschreins der Heiligen Bernadette nach Deutschland, nachdem im vergangenen Jahr bereits solche Pilgerreisen mit großer Resonanz in Italien und anschließend im Libanon stattgefunden haben. Die im Zusammenhang mit der Seligsprechung und Heiligsprechung entnommenen Reliquienbefinden sich im Reliquienschrein der Heiligen Bernadette, der für gewöhnlich in der Krypta der Basilika der Unbefleckten Empfängnis aufbewahrt wird. Das wesentliche Anliegen der Aussendung ist ein spirituelles. Die geistliche Frucht aus der Begegnung mit den Reliquien der Heiligen Bernadette soll insbesondere denen zuteilwerden, die aufgrund materieller, altersbedingter oder gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr in der Lage sind, die lange und für sie beschwerlich gewordene Reise nach Lourdes zu unternehmen. Möge sie die Gläubigen und Heilsuchenden in ihrer Liebe und Verbundenheit zur Heiligen Bernadette und zum Gnadenort am Fuß der Pyrenäen bestärken und unsere Liebe zu Unserer Lieben Frau von Lourdes, der „Unbefleckten Empfängnis“, zur Vertiefung unseres Glaubens, erneuern.

Die Resonanz auf das von der Wallfahrtsstätte unserer Lieben Frau von Lourdes unterbreitete Angebot zu diesem Besuch nach Deutschland war in Anbetracht der speziellen deutschen Verhältnisse überaus erfreulich, sodass in zahlreichen deutschen Diözesen an unterschiedlichsten Orten diese spirituelle Reise der Heiligen Bernadette stattfinden wird. Ein besonderer Dank gilt von dieser Stelle aus Freifrau von Gemmingen, die diese Initiative aufgegriffen hat und Herrn Weihbischof Heinrich aus dem Erzbistum Berlin, der das Unterfangen der Wallfahrtsstätte Unserer Lieben Frau von Lourdes unter seinen Mitbrüdern im bischöflichen Amt übermittelt hat.

Ihr Pfarrer Holzamer,

Koordinator der deutschsprachigen Pilger in Lourdes

 

Reiseablauf der Reliquie der Hl. Bernadette in Deutschland

 

 

11.10.-15.10.2018 Eichstätt/Maria Blümlein

15.10.-19.10.2018 Regensburg/Konnersreuth

20.10.2018 Regensburg/St. Ägid

22.10.2018 Regensburg/Bad-Gögging (Seniorenheim)

22.10.-25.10.2018 München

25.10.-30.10.2018 Bamberg/Heroldsbach

30.10.-31.10.2018 Mainz/Obertshausen

01.11.-04.11.2018 Speyer/Ludwigshafen-Oggersheim

05.11.-07.11.2018 Speyer/Rheinzabern

08.11.-10.11.2018 Speyer/Waldfischbach-Burgalben: Maria Rosenberg

11.11.-12.11.2018 Limburg/Frankfurt: Dom

12.11.-15.11.2018 Speyer/Homburg (Kirche, Universitätsklinikum)

16.11.-19.11.2018 Speyer/Kloster St. Magdalena

20.11.2018 Trier/Marpingen

21.11.2018 Trier/Lebach

22.11.2018 Trier/Eckfeld (Buchholz)

23.11.2018 Trier/St. Paulin

24.11.2018 Trier/Liebfrauen und Hoher Dom

25.11.2018 Rückkehr Lourdes

 

Was ist in dem Schrein?

Bernadette wurde am 3. April 1909 bei der ersten Inaugenscheinnahme, danach am 3. April 1919 vor ihrer Seligsprechung (1925) und zum dritten Mal am 18. April 1925 im Zuge ihrer Heiligsprechung (1933) exhumiert bzw. umgebettet. 1925 wurden ihrem Leichnam einige Rippen und Hautflächen entnommen.

Hiervon befinden sich Teile in einem versiegelten und festlich verpackten Behältnis im Reliquienschrein.

Dieser Reliquienschrein befindet sich üblicherweise in einer Seitenkapelle der Krypta im Heiligtum in Lourdes.

Bernadettes unversehrter Leichnam befindet sich im Kloster in Nevers.

Was ist eine RELIQUIE und warum schickt man sie auf Tour?

Der Schrein - Behälter der Reliquien -
Der Schrein - Behälter der Reliquien.

 

Reliquien

sind vor allen Dingen keine magisch-heidnischen Gegenstände, die aus sich Kräfte freisetzen. Von ihnen geht kein magischer Zauber aus. Heiligenreliquien im christlichem Sinn (s.u.) sind zunächst Überbleibselderer, die die Kirche als heilig verehrt und anerkannt hat. Im Zuge einer Ablasspolemik lassen sich selbst katholische Autoren heute bisweilen zu einer vermeintlich apologetischen Argumentation verleiten, die beim unbefangenen Leser erst recht eine eher ablehnende Haltung evozieren. Die Kirche hat sich schon früh und ausdrücklich im Jahr 1215 gegen Missbräuche zur Wehr gesetzt, was jedoch falsche Formen der Volksfrömmigkeit nicht von einer magisch-heidnischen Praxis, die es doch zu vermeiden galt, abgehalten hat.

Bei der Verehrung der Reliquie der heiligen Bernadette*) kann und soll es nicht darum gehen, sie zu berühren. Wenn wir die Reliquie im Reliquiar verborgen verehren, kann dieses schon rein praktisch nicht geschehen. Nicht anders verhält es sich z.B. bei der Verehrung der Reliquien der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom: Die Gläubigen ziehen in Prozession unter dem Reliquienschrein hindurch.

Reliquien, wie wir sie in der Regel im konsekrierten Altar einer Kirche aufbewahren, erinnern immer an die Menschen, von denen sie ein„Überbleibsel“ sind und die nun ganz mit dem verbunden sind, der uns in der Eucharistiefeier in den verwandelten Zeichen von Brot und Wein begegnet.Das „Reliquiengrab“ in unseren Altären gründet im altchristlichen Brauch, über den Gräbern der Märtyrer das Gedächtnis von Tod und Auferstehung Jesu zu begehen.

Die Besonderheit von Lourdes

Lourdes ist nicht deshalb ein Wallfahrtsort der katholischen Kirche, weil die heilige Bernadette wichtigtuerisch behauptet“ hätte, ihr sei die Jungfrau Maria erschienen. Damit mögen sich Reiseführer, die in der Regel hinzufügen, dass dieses auch bei Katholiken umstritten sei, begnügen. In dieser schrägen Tonlage, die oft auch von unbedarften kirchlichen Autoren übernommen wird, wird das Geschehen von Lourdes in den Bereich des Hörensagens und der Mutmaßungen verwiesen. Lourdes ist aber gerade deshalb ein Wallfahrts- und Erscheinungsort der Jungfrau Maria, weil er nach

intensiver und objektiver Prüfung von der Ortskirche approbiert bereits 1862 erkennt der Bischof von Tarbes die Echtheit der Erscheinungen offiziell an und von der

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Universalkirche mit dem Festtag unserer Lieben Frau von Lourdes (11. Februar) unwiderruflich bestätigt und anerkannt ist.

Im Umgang mit dem Reliquienschrein kann man durchaus auch auf die Wirkung des Wassers aus der Lourdesquelle in der Grotte verweisen. Aber nicht das Wasser der Quelle trägt etwa eine besondere Heilswirkung in sich. Im Verlauf der 18 Erscheinungen erschließt sich uns die Bedeutung der Quelle aus den der Heiligen Bernadette von der „Dame“, d.h. der Gottesmutter, auferlegten symbolischen Handlungen, bevor sie die Quelle freilegt. Sie lassen sich theologisch-geistlich so zusammenfassen: Nur durch Umkehr und Buße gelange ich zur Quelle allen Lebens, zu Jesus. Er allein ist Quelle allen Heils. Im Quell-Wasser der Taufe wird unser Leben in Christus geistlich neu geschaffen.

Die symbolischen Handlungen Bernadettes:

  • In Jesus ist das göttliche Wort Fleisch geworden: sein Herabsteigen vom Himmel, seine Menschwerdung symbolisiert das Niederknien der kleinen Bernadette in den Schlamm der Grotte.

  • Jesus ist das Paschalamm Gottes (die Bitterkräuter, die Bernadette isst). Er ist der, der als leidender Gottesknecht (das schmutzentstellte Gesicht der Bernadette) die Menschen – letztlich die gesamte Schöpfung aus der Ferne von Gott - geheilt und befreit - zu Gott als Quelle allen Lebens zurückgeführt hat.

    Nicht das Quellwasser als solches ist entscheidend. Für sich allein hat es keine Wirkung - so wenig wie das Knochenstück eines verstorbenen Heiligen. Das Lourdes-Wasser ist dann heiligend, wenn es für den Glaubenden auf den deutet, auf den wir getauft sind: auf Jesus, auf seinen Tod und seine Auferstehung. ER allein ist die nie versiegende Quelle des Heils, die im Hier und Jetzt fließt. an diesen Heilszusammenhang will das Lourdeswasser erinnern.

    Im Glauben der Kirche ist der Ort aller Gnade das Kreuz: Aus der

    Seitenwunde Jesu „strömen Wasser und Blut, aus seinem durchbohrten Herzen

    entspringen die Sakramente der Kirche“ (vgl. Präfation des Hochfestes vom Heiligsten Herzen Jesu).

    Wer das Wasser aus der Quelle der Grotte von Massabielle trinkt oder sich darin wäscht – hierzu hat die Gottesmutter nach den von der Heiligen Bernadette bezeugten Worten aufgerufen – wird nicht aufgrund der Qualität des Wassers oder etwa von ihm ausgehenden magischen Wirkungen Heilung erfahren. Heilung und Heil aber dürfen wir erfahren, wenn wir uns mit demWasser „waschen“ in Erinnerung an unsere Taufe, in der Bereitschaft zur Umkehr und Hinkehr zu Jesus, unserem Herrn und Heiland. Es ist eine Handlung aus dem Glauben, ganz konkret mit Bezug auf das Wasser unserer

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eigenen Taufe. Hier gilt das, was durch das Wort des Propheten Elischa an Naaman im Jordan bei seiner Heilung geschah: Es ist Zeichen der Gnade Gottes, der an den Menschen handelt und so in ihnen den Glauben bewirkt(vgl. 2 Kön.5). – Auch Jesus verweist die Geheilten auf die Kraft des Glaubens:Dein Glaube hat dich gerettet (so Mt 9,22 Mk 10,52, Lk 7,50 etc.).

Konkret begegnet uns im Reliquienschrein der heiligen Bernadette ein„Überbleibsel“, eine Reliquie von ihr. Sie bringt uns der Heiligen nahe, die am 8. Dezember 1933 heiliggesprochen und damit als Fürsprecherin universal angerufen und verehrt wird. Es ist also alles andere als ein heidnisch- magisches Gebaren, wenn wir ihren Reliquienschrein zur Verehrung empfangen, und schon gar nicht abergläubisches Verlangen. Es ist unser Taufglaube, der uns zur Begegnung mit Bernadette führt. Sie durfte auf Weisung der Gottesmutter letztlich nichts anderes entdecken als die Quelle unseres Lebens: Jesus Christus - und in ihm das gnädige Handeln Gottes an uns.

Sie sei wie ein Vergrößerungsglas, indem sie die glorreichen Strahlen von Gottes Gnade bündele. (Thomas von Aquin s.u.) 1)

Ihr Pfarrer Klaus Holzamer,

Pilgerseelsorge Lourdes, 24.08.2018

 

*) Bernadette wurde am 3. April 1909 bei der ersten Inaugenscheinnahme, danach am 3. April 1919 vor ihrer Seligsprechung (1925) und zum dritten Mal am 18. April 1925 im Zuge ihrer Heiligsprechung (1933) exhumiert bzw. umgebettet. 1925 wurden ihrem Leichnam einige Rippen und Hautflächen entnommen. Hiervon befinden sich Teile in einem versiegelten und festlich verpackten Behältnis im Reliquienschrein.

1) Zitat aus: Sophia Michalzik „Reliquien“, Bonn - 09.04.2015 in katholisch.de http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/heilige-uberreste

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GEBET der Hlg. BERNADETTE SOUBIROUS

 

 

O Jesus, gib mir bitte das Brot der Demut

Das Brot des Gehorsams, der Nächstenliebe.
Das Brot der Kraft, um meinen Willen zu zügeln und ihn mit Deinem zu verschmelzen.
Das Brot der inneren Abtötung.
Das Brot der Lossagung von allen Geschöpfen.
Das Brot der Geduld das Leid zu ertragen, das mein Herz quält; wenn Du mich kreu- zigen willst, es geschehe.
Das Brot der Stärke, aufrichtig zu leiden. Das Brot, nur Dich allein in allem
und immer zu sehen.

Jesus, Maria, das Kreuz,
ich will keine anderen Freunde
als eben diese. Amen

 

Besuch des Reliquienschreins der Heiligen Bernadette in Deutschland - Geschichte

Die Grotte von Massabielle

Die Botschaft an Bernadette

Zwischen dem 11. Februar und dem 16. Juli 1858 erschien Unsere Liebe Frau von Lourdes der 14-jährigen Bernadette Soubirous und vertraute ihr eine Botschaft an. 

Diese Botschaft ist wie ein Echo des Evangeliums, das von der Liebe Gottes zu allen Menschen, vor allem für die Sünder und Kranken, spricht. Während der 13. Erscheinung wird die Jungfrau zu Bernadette sagen: „Sagen Sie den Priestern, dass man hier eine Kapelle baue und in Prozession hierher komme“. 

Ausgehend von dieser Bitte der Jungfrau Maria, entsteht in Lourdes das ihr geweihte Heiligtum. Dieser Ort ist somit ausdrücklich auf Wunsch der Jungfrau Maria entstanden. lm Jahr 1862, als die Erscheinungen durch den Bischof von Tarbes offiziell anerkannt wurden, begannen die ersten Priester, die Missionare der Unbefleckten Empfängnis aus Garaison, mit dem Bau der Wallfahrtsstätte.

Heute besteht die Wallfahrtsstätte aus zahlreichen Kirchen und Kapellen. Die bekanntesten unter ihnen sind die Basilika der Unbefleckten Empfängnis (mit einer Kapazität von 660 Personen), die Rosenkranzbasilika (2.000 Personen)

und Basilika Pius X (20.000 Personen). Nicht zu vergessen auch die Beichtkapelle und die Bäder, in denen die Kranken ins Wasser der Quelle getaucht werden und somit auf die Aufforderung der Heiligen Jungfrau bei der neunten Erscheinung entsprechen. Sie lautet: „Trinken Sie an der Quelle und waschen Sie sich dort.“

 

Frucht der Botschaft - die Wallfahrtsstätte Unserer Lieben Frau von Lourdes 

Das Heiligtum in Lourdes wird jährlich von Millionen Pilgern besucht; sie kommen aus mehr als 150 Ländern und machen Lourdes zu einem einzig- artigen Ort der Weltkirche. Eine weitere Besonderheit des Heiligtums von Lourdes ist die Anwesenheit von kranken Menschen und Menschen mit Behinderungen. Sie werden in drei verschiedenen Krankenherbergen, den sog. Accueils, untergebracht, die speziell für sie gebaut wurden: das Accueil Notre-Dame (900 Betten), das Accueil Marie Saint-Frai (450 Betten) und das Salus Infirmorum Unitalsi (800 Betten). 

Die Kranken und Menschen mit Behinderung werden von vielen freiwilligen Helfern in Empfang genommen. Diese Helfer, „Hospitaliers“ genannt sind ehrenamtliche Helfer, die in Verbänden organisiert sind und aus aller Welt kommen. Hinzu kommen noch andere Helfer. Alle Helfer und Organisationen innerhalb des Heiligtums stehen im Dienste einer geistlichen Wirklichkeit, in der alle Menschen, egal ob gesund oder krank, auf der Suche nach einem noch tiefgründigeren und wirklicheren geistlichen Lebensweg sind. Worin besteht diese spirituelle Wirklichkeit und wie zeigt sich die Botschaft an Bernadette im Alltag von Lourdes? Sie wird erfahrbar bei der Verkündigung des Wortes Gottes, im sakramentalen Leben (die Eucharistie, die Beichte, die Krankensegnungen), im persönlichen, im gemeinschaftlichen Gebet (bei den täglichen großen Prozessionen, der Sakramentsprozession und der abendlichen Marianischen Lichterprozession) und in der praktizierten Nächstenliebe bei der Aufnahme und in der Pflege von kranken Pilgern.

Ihr Pfarrer Holzamer,

Koordinator der deutschsprachigen Pilger in Lourdes

 

 

 

BILDER

Pressestimmen zur Reise der Reliquie der Hl. Bernadette in Deutschland

Liebe Lourdesfreundinnen und -Freunde,

 

wir möchten Ihnen sehr gerne nachfolgend einige Presseberichte zur Reise der Hl. Bernadette in Deutschland präsentieren:

 

Außerdem weisen wir hier auf einen Mitschnitt im DOMRADIO hin

 

Hier finden Sie einen Artikel aus dem Bistum Regensburg

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Die Reliquie der Hlg. Bernadette reist in Deutschland durch 13 Diözesen...

in jeder Diözese wird sie an diversen Orten empfangen: 

Besuchen Sie die Station, die Ihnen am nächsten ist: 

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NOVENE -

mit diesen Gebeten ist es möglich, die Anwesenheit der Heiligen Bernadette während neun aufeinanderfolgenden Tagen, zu begleiten.

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