Unsere Lourdes-Helferin Manuela Kieseier hat uns einen eindrucksvollen Bericht übermittelt, den wir in Auszügen gerne an Sie weiterleiten möchten:
"Der Dienst ist nicht immer leicht...es kostet oft Überwindung, ruhig und gelassen zu bleiben...Das Team, in das man eingeteilt wurde, kann schwer zu ertragen sein" (das hatte ich in meinem ersten Jahr so erfahren) "Da kann der Gedanke helfen, dass die Menschen, die zu uns kommen, vielleicht einen langen äußeren und inneren Weg hinter sich haben und vielleicht nur ein einziges Mal in ihrem Leben in Lourdes und in den Bädern sein können" (Zitat Marie-Catherine v. Heereman)
Und genau das ist es, was ich vom ersten Tag an vor Augen hatte/habe, wenn ich dort im Dienst stehe, und die große Dankbarkeit, die uns von jeder einzelnen Frau entgegen gebracht wird. Das ist wirklich eine so große Bereicherung. Und bei jeder Einzelnen daran zu denken, dass es für sie ein besonderes Erlebenis ist, nach womöglich mehrstündiger Wartezeit, ist für mich höchste Priorität.
Denn genau das war es, was mir meinen ersten Besuch in den Bädern unvergesslich gemacht hat:
es war eine Holländerin, die mich seinerzeit in der Umkleide empfangen hatte, sehr bemüht, ein wenig deutsch zu sprechen, ganz behutsam mit mir umgegangen ist - wenn ich es richtig erinnere, hatte sie mich sogar ins Bad begleitet, um in deutsch zu erklären und mit mir zu beten - und durch ihr Verhalten mit dazu beigetragen hat, dass es ein ganz außergewöhnliches und ein besonderes spirituelles Erlebnis für mich war.
Und als ich anschließend wie benommen draußen stand, da war dies auch der Grund und Anlass für meine Entscheidung zu sagen "das will ich auch tun". Und so bin ich sehr bestrebt, dass jede Einzelne den Besuch so besonders und unvergesslich empfindet wie ich es selber seinerzeit.
Und die dankbaren Blicke und Hände der Frauen sind wirklich ein bleibendes Geschenk und lassen die o.g. Unliebsamkeiten tatsächlich in den Hintergrund rücken.